So viel ist klar: Der sonst so tröstende Satz "Alles wird wieder gut", könnte falscher nicht sein. Jede Faser meines Körpers sehnt sich nach der Zeit, als alles noch gut war. Gleichzeitig weiß ich, dass die unbeschwerte Jugendzeit nun endgültig vorbei ist.
Wie soll ich das je bewältigen?
Normalerweise setzt man sich mit einer Situation auseinander und verarbeitet sie so. Schließlich findet man für sich eine Lösung oder akzeptiert die Tatsachen. Eine HCV-Infektion ist zunächst niederschmetternd. Die Erkundigung über die Krankheit führt aber zu Therapiemöglichkeiten, so dass man die Infektion schließlich einordnen und damit auch hinnehmen kann. So ungünstig die Chancen auf Erfolg auch stehen, es bleibt die Hoffnung auf diese oder die nächste Therapie.
Den Tod meines Vaters kann ich weder einordnen, noch relativieren, noch wieder gut machen. Es besteht einfach keine Hoffnung auf Besserung. Jede Erinnerung und jedes grübeln tut immer noch genau so weh, nur die Abstände werden etwas größer. Außerdem kann und will ich die Sache auch nicht für mich abschließen. Dies ist nun Teil meines Lebens und wird mich immer begleiten.
Blicke ich weiter in die Zukunft, so sehe ich nur eine Möglichkeit auf Trost: Eigene Kinder. Diese verlagern den Blickwinkel auf ihre Generation. So wäre ich der Vater und nicht mehr das Kind.
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