31 Dezember 2006

Ausblick: Therapie

Obwohl ich schon länger über den aktuellen Stand meiner Therapie berichten wollte, habe ich diesen Post absichtlich zurückbehalten. Der vorherige Post lag mir jedoch sehr am Herzen und brauchte viel Zeit zum Schreiben. Ich bin in meinem Blog bemüht, eine positive Sichtweise zu behalten und wollte das Jahr besser abschließen.

Die HCV-Therapie ist zwar nicht das freudigste Ereignis der Welt, bietet aber zumindest Perspektiven.

Meine Blutwerte haben einen Rekordwert seit Beginn der Therapie erreicht. 6000 Leukozyten bei 66% segmentkernigen, so dass mir wieder Interferon spritzen konnte. Nun bin ich in Therapiewoche 28, bei bisher 18 gegebenen Spritzen. Ich bin gespannt, wie mein Immunsystem weiter reagiert.

Der rapide Anstieg der Leukozyten kann folgende Gründe haben, die ich an dieser Stelle einmal näher betrachten will:

1. Meine Einnahme von Esberitox hat nun doch eine Wirkung gezeigt. Laut meinem Arzt ist dieses Präparat aber eher wirkungslos, was die bisherigen Blutwerte unterstreichen. Meine momentane Einstellung ist, dass ich die bestehende Packung aufbrauche und dann die Einnahme beende.

2. Seit kurzem nehme ich Alfalfa als Nahrungsergänzung. (Hauptbestandteil ist Luzerne, eine Art Futterklee für Tiere, aber man kann es ja mal probieren...). Auch dieses Präparat sehe ich als Test an, ohne mir große Hoffnungen zu machen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob eine Wirkung unter Interferon-Gabe nachweisbar ist. Dazu müssten die Blutwerte in den nächsten Wochen relativ stabil bleiben.

3. Ich hatte in den letzten 2 Wochen eine Mandelentzündung. So groß habe ich meine linke Mandeln noch nie erlebt. Dies ist die wahrscheinlichste Erklärung für den Leukozyten-Rekord. Sollten die Leukozyten in den nächsten 14 Tagen dramatisch absinken, so ist wohl ausschließlich die Entzündung für das gute Blutbild verantwortlich.

Ich warte also gespannt auf die nächsten Ergebnisse meiner Blutuntersuchungen. Zusätzliche Spannung bereitet die Tatsache, dass erneut die Viruslast bestimmt wurde. Nach der Therapiepause ist dies für mich besonders interessant, ob die Viruslast auch ohne Interferon noch unter der Nachweisgrenze liegt.

Der Januar wird also viele neue Erkenntnisse bringen, über die ich berichten kann.

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