07 Januar 2007

2:0 für die Pharma-Industrie

Nachdem ich ja schon geschrieben hatte, dass sich meine Leukozytenzahl erwartungsgemäß reduziert hatte, setzte sich dieser Trend weiter fort. Diese Woche waren es nur 2200 Leukozyten bei 26% segmentkernigen. Das sind 572 segmentkernige Leukozyten. Bei einer Abbruchgrenze von 500 Stück ist das schon wieder hart am Limit.

Der Empfehlung der nahe gelegenen Uniklinik folgend, setzte ich diese Woche die Spritze aus und gebe sie mir erst nächste Woche. Effektiv verringert sich damit meine Dosis auf ein Viertel. Trotzdem bin ich guter Dinge, da die Therapie immer noch anschlägt.

Lasse ich Schulmedizin und Alternativmedizin gegeneinander antreten, so sieht die Sache wie folgt aus:

Für die Schulmedizin treten an:
  1. Ribavirin und Interferon machen ihre Sache bisher gut. Es gibt zwar einige Nebenwirkungen, aber irgendwas ist ja immer.
  2. Die gegen die Nebenwirkungen eingesetzten Medikamente Spasyt (gegen Harndrang) und Benuron (Paracetamol gegen die Grippesymptome) habe ihre Aufgaben bisher auch erfüllt.
Für die Alternativmedizin treten an:
  1. Esberitox zur Anregung des Immunsystems, bisher ohne Wirkung
  2. Alfalfa zur Anregung des Immunsystems, bisher ohne Wirkung
Momentan gewinnt also die Schulmedizin mit 2:0.
Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass die Pharma-Industrie bisher € 10.000 von der Krankenkasse verlangt hat und die Alternativen Präparate bisher mit ca. € 100 auskommen mussten. Ich will den Präparaten ihre Wirkung nicht absprechen. In meinem Fall kommt der Alternativ-David momentan aber nicht gegen den Interferon-Goliath an.

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