Am Ende meiner nun 6-wöchigen Pause wurde die Viruslast erneut bestimmt. Erwartet hätte ich, dass es zu einem erneuten Anstieg der Virenzahl kommt, da ich mir über einen längeren Zeitraum kein Interferon gespritzt habe. Das Ergebnis war dann aber viel besser als erwartet: HCV-RNA immer noch unter der Nachweisgrenze!
Das bedeutet nun, dass trotz der Leukopenie und den damit verbundenen Widrigkeiten (häufige Blutuntersuchungen, Therapiepausen und -verlängerung sowie die Reduktion der Dosis) eine Chance auf Heilung besteht. Offensichtlich helfen bei mir ja auch 90µg Interferon. Bei meinem Termin in der Lebersprechstunde der nahe gelegenen Uniklinik wurde mir sogar empfohlen, die Dosis auf 90µg alle zwei Wochen zu reduzieren um den Therapiepausen zu entgehen. Lieber langfristig den Wirkstoffspiegel halten.
Meine Annahme aus dem letzten Post hat sich allerdings quasi bestätigt. Der wahrscheinlichste Grund für den Leukozyten-Rekord war meine Mandelentzündung. Dieses Mal waren die Leukozyten bei 3000 und 46% Segmentkernigen. Nach 6 Wochen Pause ist das für mich ein guter, aber auch kein überragender Wert. Ich denke, damit hat sich das Esberitox endgültig disqualifiziert. Dem Alfalfa gebe ich noch eine Chance, werde die Wirkung aber kritisch beobachten: Wenn ich in diesem Stint meine Leukozyten für 10 Wochen über der Abbruchgrenze halten kann, dann werte ich die Einnahme als Erfolg, andernfalls als Misserfolg.
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