Seit Wochen hangele ich mich nun von einer Blutentnahme zur nächsten. Jeden Mittwoch wird Blut abgenommen und Donnerstags oder Freitags ist das Differentialblutbild da. Ein einfaches Blutbild reicht bei mir schon lange nicht mehr aus, da ich immer knapp über der Abbruchgrenze liege. Die Anzahl der neutrophilen Leukozyten muss über 500/mm³ liegen und diese neutrophilen kann man eben nur mit einem Differentialblutbild feststellen. Nicht, dass sich für mich dabei etwas ändern würde: Nadel rein, Blut raus.
Jetzt ist es wieder so weit. Gerade habe ich mit meinem Arzt telefoniert, wenn es nächste Woche nicht besser wird, dann muss ich entweder erneut pausieren oder abbrechen. Meine anfängliche Einstellung "Die Chancen stehen 50:50, mal sehen, was passiert" hat sich nach der Kontrolluntersuchung im 3. Monat allerdings geändert. Damals war die Viruslast um den Faktor 100.000 abgesunken. Diesen ersten Erfolg will ich nun natürlich zu einem positiven Therapieende weiterführen. Es ist schon merkwürdig, dass man mittlerweile geradezu darum bittet, sich die nächste Spritze noch setzen zu dürfen.
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